{"id":20,"date":"2026-03-18T23:08:16","date_gmt":"2026-03-18T22:08:16","guid":{"rendered":"https:\/\/globalagriculturejournal.com\/de\/2026\/03\/18\/foerdert-die-regenerative-landwirtschaft-wirklich-produktivitaet-und-klima-in-schafbetrieben\/"},"modified":"2026-03-18T23:08:26","modified_gmt":"2026-03-18T22:08:26","slug":"foerdert-die-regenerative-landwirtschaft-wirklich-produktivitaet-und-klima-in-schafbetrieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/globalagriculturejournal.com\/de\/2026\/03\/18\/foerdert-die-regenerative-landwirtschaft-wirklich-produktivitaet-und-klima-in-schafbetrieben\/","title":{"rendered":"F\u00f6rdert die regenerative Landwirtschaft wirklich Produktivit\u00e4t und Klima in Schafbetrieben?"},"content":{"rendered":"<h1>F\u00f6rdert die regenerative Landwirtschaft wirklich Produktivit\u00e4t und Klima in Schafbetrieben?<\/h1>\n<p>In Australien setzen Schafbetriebe auf regenerative Landwirtschaftsmethoden, um wirtschaftliche Ertr\u00e4ge mit der Reduzierung von Treibhausgasemissionen in Einklang zu bringen. Zu diesen Praktiken geh\u00f6ren eine angepasste Weidemanagementstrategie, eine erh\u00f6hte Pflanzenvielfalt und eine intelligente Herdenrotation. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass die Wahl der Futterpflanzenarten eine Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr die Produktivit\u00e4t und die Kohlenstoffspeicherung im Boden spielt. Fl\u00e4chen, die mit hochertragreichen Arten bepflanzt sind, verzeichnen eine durchschnittliche Produktionssteigerung von 7 %, w\u00e4hrend Fl\u00e4chen mit weniger leistungsf\u00e4higen Pflanzen bis zu 39 % ihres saisonalen Ertrags verlieren. Diese Unterschiede beeinflussen direkt die Menge an Kohlenstoff, die im Boden gespeichert wird: B\u00f6den mit produktiven Pflanzen gewinnen im Laufe eines Jahrhunderts bis zu 41 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar, w\u00e4hrend kohlenstoffarme B\u00f6den mit weniger Vegetation sogar Kohlenstoff verlieren.<\/p>\n<p>Der anf\u00e4ngliche Kohlenstoffgehalt im Boden erweist sich als ebenso entscheidend. B\u00f6den, die anfangs kohlenstoffarm sind, binden im Laufe der Zeit mehr CO\u2082 und reduzieren so die Nettoemissionen der Betriebe. Umgekehrt k\u00f6nnen bereits kohlenstoffreiche B\u00f6den Kohlenstoff freisetzen und die Gesamtemissionen erh\u00f6hen. Dies zeigt, dass die klimatischen Vorteile stark vom lokalen Kontext und der Nutzungsgeschichte des Landes abh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Unter den getesteten Techniken f\u00f6rdert die adaptive Beweidung mit variablen Ruhephasen die Kohlenstoffspeicherung und das Weidewachstum, insbesondere in feuchten Regionen. Allerdings ist diese Methode nicht immer die rentabelste. Systeme mit geringer Beweidungsintensit\u00e4t und kurzen Ruhezeiten erweisen sich oft als profitabler, da sie die Kosten f\u00fcr Zusatzfuttermittel senken.<\/p>\n<p>Die Methanemissionen, die mit der Verdauung der Tiere verbunden sind, bleiben die Hauptquelle f\u00fcr Treibhausgase in diesen Betrieben. Obwohl die regenerative Landwirtschaft Kohlenstoff bindet, reicht dies nicht aus, um diese Emissionen vollst\u00e4ndig auszugleichen. Die Betriebe m\u00fcssen daher zwischen Umweltzielen und wirtschaftlicher Rentabilit\u00e4t abw\u00e4gen und ihre Praktiken an ihre Umgebung und Ressourcen anpassen.<\/p>\n<p>Diese Studie unterstreicht die Bedeutung der Auswahl angepasster Pflanzenarten und eines pr\u00e4zisen Herdenmanagements, um gleichzeitig Produktivit\u00e4t, Rentabilit\u00e4t und Klimawirkung zu optimieren. Die L\u00f6sungen sind nicht universell: Was in einer Region funktioniert, kann sich anderswo als weniger wirksam erweisen. Die Herausforderung besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen Bodenschutz, Emissionsreduzierung und wirtschaftlicher Tragf\u00e4higkeit zu finden \u2013 unter Ber\u00fccksichtigung der Besonderheiten jedes Betriebs.<\/p>\n<hr>\n<h2>Mentions des sources<\/h2>\n<h3>Publication cit\u00e9e<\/h3>\n<p><strong>DOI\u00a0:<\/strong> <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s43016-026-01331-2\" target=\"_blank\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s43016-026-01331-2<\/a><\/p>\n<p><strong>Titre\u00a0:<\/strong> Regenerative agriculture improves productivity and profitability while reducing greenhouse gas emissions on Australian sheep farms<\/p>\n<p><strong>Revue : <\/strong> Nature Food<\/p>\n<p><strong>\u00c9diteur : <\/strong> Springer Science and Business Media LLC<\/p>\n<p><strong>Auteurs : <\/strong> Albert Muleke; Karen Michelle Christie-Whitehead; Michelle Cain; Ke Liu; Paul John Burgess; Catherine Wiltshire; Georgios Pexas; Matthew Tom Harrison<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00f6rdert die regenerative Landwirtschaft wirklich Produktivit\u00e4t und Klima in Schafbetrieben? 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